königstiger332 Engagiertes Mitglied
Anmeldedatum: 13.01.2006 Beiträge: 276
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Beitrags-Nr.: 84228 | Verfasst am: 21.01.2006 - 11:50 Titel: Die s. SS-Pz.-Abt. 501 (101) "LAH", 1943-1945 |
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LETZTES UPDATE: 29.11.2009
Bitte etwas Geduld haben, da die Ladezeit aufgrund der vielen Bilder etwas länger ist!
Hallo,
wollte hiermit noch einen Thread zum Thema s. SS-Pz.-Abt. 501 (101) 1943-1945 eröffnen.
Hier können Fakten über die Geschichte, Ausstattung, Personal, einzelne Fahrzeuge, Einsätze (Orte, Schlachten etc.), vor allem Bilder, Zitate, Hinweise zum Modellbau und alles, was sonst noch passt, eingestellt werden. Mein persönlicher Fokus liegt auf den Ereignissen ab Spätherbst/Winter 1944 (Ardennenoffensive) jedoch auch auf den Frankreich-Einsätzen. Eine sehr interessante Seite zu diesem Thema findet man hier:
http://www.ss501panzer.com/
Ardennenoffensive "Wacht am Rhein", 16.12.1944
Bisher sind folgende 15 Tiger II während der Ardennenoffensive "Wacht am Rhein" im Bild festgehalten und indentifiziert:
008, 009, 104, 105, 133, 204, 213, 221, 222, 223, 224, 304, 312, 332, 334
Im Einsatz gesichtet wurden insgesamt folgende 21 Tiger II:
008, 009, 104, 105, 123, 124, 132, 133, 204, 205, 213, 221, 222, 223, 224, 231, 304, 312, 331, 332, 334
Totalverluste während des Einsatzes sind folgende 13 Tiger II:
008, 104, 105, 133, 204, 213, 221, 222, 223, 304, 312, 332, 334
Gruppenfoto bei Schloss Holte:
Liste der Kommandanten während der Ardennenoffensive, Stand 16.12.1944:
Abteilungskommandantur
Abteilungskommandant
Tiger #007 SS-Obersturmbannführer Heinz von Westernhagen
Adjutant des Abteilungskommandanten
Tiger #008 SS-Untersturmführer Eduard Kalinowsky
"Signal-Offizier"(Nachrichtentrupp-Führer/Nachrichtenoffizier)
Tiger #009 SS-Obersturmführer Wilhelm Dollinger (nach Wendt!)
1. Kompanie
Kompanie-Chef
Tiger #105 SS-Obersturmführer Jürgen Wessel
Kompanie-Truppführer
Tiger #104 SS-Oberscharführer Sepp Franzl
1. Zug
Tiger #111 SS-Untersturmführer Rolf Henniges
Tiger #112 SS-Oberscharführer Hein Bode
Tiger #113 SS-Oberscharführer Fritz Zahner
Tiger #114 SS-Oberscharführer Helmut Fritsche
2. Zug
Tiger #121 SS-Untersturmführer Heinz Buchner
Tiger #122 SS-Oberscharführer Paul Steinwender
Tiger #123 SS-Standartenjunker Franz Staudegger
Tiger #124 SS-Oberscharführer Arno Salamon
3. Zug
Tiger #131 SS-Oberscharführer Jürgen Brandt
Tiger #132 SS-Unterscharführer Willi Otterbein
Tiger #133 SS-Oberscharführer Werner Wendt
Tiger #134 SS-Unterscharführer Helmut Dannleitner
2. Kompanie
Kompanie-Chef
Tiger #205 SS-Hauptsturmführer Rolf Möbius
Kompanie-Truppführer
Tiger #204 SS-Unterscharführer Eduard Stadler
1. Zug
Tiger #211 SS-Obersturmführer Wilhelm Dollinger???
Tiger #212 SS-Oberscharführer Paul Klose
Tiger #213 SS-Unterscharführer Franz Faustmann
Tiger #214 SS-Unterscharführer Ludwig Eser
2. Zug
Tiger #221 SS-Untersturmführer Georg Hantusch
Tiger #222 SS-Oberscharführer Kurt Sowa
Tiger #223 SS-Unterscharführer Walter Müller
Tiger #224 SS-Unterscharführer Grätzer
3. Zug
Tiger #231 SS-Untersturmführer Walther Hahn
Tiger #232 SS-Unterscharführer Ewald Mölly
Tiger #233 SS-Hauptscharführer Georg Lötzsch
Tiger #234 SS-Oberscharführer Matten
3. Kompanie
Kompanie-Chef
Tiger #305 SS-Hauptsturmführer Heinz Birnschein
Kompanie-Truppführer
Tiger #304 SS-???
1. Zug
Tiger #311 SS-Untersturmführer Thomas Amselgruber
Tiger #312 SS-Oberscharführer Heinrich Ritter
Tiger #313 SS-Hauptscharführer Peter Kisters
Tiger #314 SS-???
2. Zug
Tiger #321 SS-Untersturmführer Winfried Lukasius
Tiger #322 SS-Unterscharführer Herbst
Tiger #323 SS-Oberscharführer Fritz Renfordt
Tiger #324 SS-???
3. Zug
Tiger #331 SS-Hauptscharführer Rolf von Westernhagen
Tiger #332 SS-Unterscharführer Otto Blase
Tiger #333 SS-Oberscharführer Heimo Traue
Tiger #334 SS-???
Marschreihenfolge:
2. Kompanie, Abteilungsführung, 3. Komopanie, 1, Kompanie.
008
Ausfallort und letzter Standort:
Kommandant:
Adjutant des Abteilungskommandanten, SS-Untersturmführer Eduard Kalinowsky
Bewegungsprofil:
16.12.1944:
Durchfahrt durch Tondorf am Nachmittag, auf dem Weg zur Front.
16.12.1944 – 18.12.1944:
Marsch über Losheim, Lanzerath, Buchholz, Honsfeld, Büllingen, Moderscheid, Thirimont, Ligneuville, Lodomez, Stavelot.
18.12.1944:
Stavelot wird erreicht und durchfahren. Bei der Ferme Antoine an der N23 zwischen Stavelot und Petit-Spai wird der Panzer aufgrund von Antriebsproblemen Bewegungsunfähig. Von nun an dient er als Sicherung des HQ „Knittel“ bei der Ferme Antoine. Kalinowsky rückt dagegen weiter mit der Spitze der 501. vor und wird später beim Angriff Richtung Cheneux verwundet.
25.12.1944:
Aufgabe (Zerstörung der Kanone) des Panzers bei der Ferme Antoine an der N23 zwischen Stavelot und Petit-Spai (letzter kämpfender Königstiger der Kampfgruppe Peiper). Der Panzer wurde später rückwärts von der Strasse gezogen.
009
Kommandant: SS-Obersturmführer Wilhelm Dollinger (nach Wendt!)
Bewegungsprofil:
16.12.1944:
Durchfahrt durch Tondorf am Nachmittag, auf dem Weg zur Front. Weiterer Verlauf unbekannt.
104
Ausfallort und letzter Standort:
Kommandant:
Kompanie-Truppführer, SS-Unterscharführer Sepp Franzl
Bewegungsprofil:
16.12.1944 – 18.12.1944:
Marsch über Tondorf, Losheim, Lanzerath, Buchholz, Honsfeld, Büllingen, Moderscheid, Thirimont, Ligneuville, Lodomez, Stavelot.
18.12.1944:
Nachdem der 105 in Stavelot in ein Haus fuhr, ist Wessel höchstwahrscheinlich in den (nächsten Tiger der 1. Kompanie) 104 umgestiegen. Danach rasche Weiterfahrt Richtung Trois-Ponts. Höchstwahrscheinlich Teilnahme beim Angriff Richtung Habiemont. Dann gegen Abend Rückzug nach La Gleize, da keine tragfähige Brücke gefunden wurde. Aufgrund des späteren Standorts des 104 in der Gasse „Chemin Vieille-Voie“, kann man davon ausgehen, dass der Panzer leergetankt durch den 204 in Schlepp genommen wurde (Bericht von Wortmann!) und dann in der Gasse relativ „gesichert“ (gegen Flieger, Feindpanzer, Artillerie => beachte, dass der Panzer genau unter den 2-3 Bäumen auf der linken Seite steht; rechts ist eine höhere Mauer) abgestellt wurde. Dabei könnte auch eine Kette abgerutscht sein (starke Linkskurve) und man öffnete die andere um den 104 weiter ziehen zu können. Vielleicht erhoffte man zu dieser Zeit noch Benzin und Nachschub erhalten zu können. Der 204 stand nämlich in fast gerader Linie gegenüber der Hauptstrasse auf einer Wiese und sicherte Richtung Roanne.
22.12.1944 - 24.12.1944: In diesem Zeitraum wird der 104 endgültig aufgegeben.
105
Ausfallort:
Nach korrekter Recherche von Greg Walden, handelt es sich hier tatsächlich um den 105 aus Stavelot. Wie und warum der 105 jedoch zu seiner Abschlussposition kam (man sagt die Amerikaner hätten ihn dorthin geschleppt), ist weiterhin ein Rätsel.
Letzter Standort:
Kommandant:
Kompanie-Chef, SS-Obersturmführer Jürgen Wessel
Bewegungsprofil:
16.12.1944 – 18.12.1944:
Marsch über Tondorf, Losheim, Lanzerath, Buchholz, Honsfeld, Büllingen, Moderscheid, Thirimont, Ligneuville, Lodomez, Stavelot.
18.12.1944:
Nachdem der 105 in Stavelot über die Brücke fährt, wird er kurz dahinter von einem TD M-10 (Unteroffizier Hauser!) am Kanonenansatz getroffen und das Rücklaufsystem zerstört. Die Kanone war dadurch unbrauchbar. Bei der Weiterfahrt in der „Haut Rivage“ kommt der 105 von rechts „offiziell“ erneut unter Feuer (Bazooka oder Pak-Granaten) und fährt aus bisher ungeklärten Gründen (was die Ursache angeht) rückwärts in ein Haus. Die Mannschaft bootet aus und Wessel ist höchstwahrscheinlich in den (nächsten Tiger der 1. Kompanie) 104 umgestiegen.
133
Ausfallort:
Letzter Standort:
Kommandant:
SS-Oberscharführer Werner Wendt
Bewegungsprofil:
16.12.1944 – 18.12.1944:
Marsch über Tondorf, Losheim, Lanzerath, Buchholz, Honsfeld, Büllingen, Moderscheid, Thirimont, Ligneuville, Lodomez, Stavelot.
18.12.1944:
In Stavelot fährt der 133 über die Brücke und muss ca. 30m dahinter anhalten, da der 132 (vermutlich am Ostufer übernommen von Otterbein) von Brandt die Strasse mit einer defekten Kette blockiert. Die beiden Mannschaften reparierten die Kette und verbleiben bis zum Morgengrauen in dieser ungünstigen Position. Beide fahren am Morgen des 19.12.1944 weiter Richtung Trois Ponts.
20.12.1944:
Wendt unterstützt einen erfolglosen Angriff von Westen auf Stavelot.
22.12.1944:
Erneut wird Wendt für einen Entsatzangriff auf Stavelot vereinnahmt. Dabei wird er auf dem Rückweg von hinten durch einen TD M-10 beschossen. Der Funker verstirbt dabei und der Panzer wird aufgrund der defekten Lenkhydraulik fahrunfähig. Er kommt bei der Petit-Spai-Brücke zum stehen. Die Besatzung bereitet den Panzer zur Sprengung vor, die vermutlich nie erfolgte. Evtl. wurde der Panzer auch durch ein amerikanisches Flugzeug zerstört, was jedoch aufgrund der Beschädigungen (Bilder, auf denen sich der Panzer noch auf der Strasse befindet) eher zu verneinen ist. Die Besatzung begab sich danach in den Keller der Ferme Antoine und brach am 25.12.1944 gegen 9.00 Uhr aus.
204
Ausfallort:
Kommandant:
SS-Unterscharführer Eduard Stadler
Bewegungsprofil:
16.12.1944 – 18.12.1944:
Marsch über Tondorf, Losheim, Lanzerath, Buchholz, Honsfeld, Büllingen, Moderscheid, Thirimont, Ligneuville, Lodomez, Stavelot. Nach technischen Problemen des 205 übernahm der Kompanieführer - SS-Hauptsturmführer Rolf Möbius - den 204 (vermutlich 17. – 18.12.1944) bereits vor Stavelot.
18.12.1944:
Zwischen 8.00 und 10.00 Uhr durchfährt (kämpft sich durch) die Spitze der KG-Peiper Stavelot, darunter der 204. Um ca. 10.45 Uhr kommt die Spitze bei Trois Ponts an und erlebt die Sprengung der Amleve-Brücke. Gegen 13.00 Uhr Ankunft in La Gleize. Weiterfahrt Richtung Cheneu – Rahier – Habiemont um neue Brücke zu finden. Um 13.30 Uhr Luftangriff auf Kolonne bis ca. 15.30 Uhr. Gegen 16.00 Uhr Weiterfahrt. Spähtrupps finden bis Mitternacht keine panzergängige Brücke. Somit Rückzug auf La Gleize bis zum Morgen des 19.12.1944. Wortmann erkennt 4 Kötis (explizit den 204 mit Möbius) der 2. Kompanie, davon 2 leergetankt und geschleppt (höchstwahrscheinlich 204, 221, 213 und „104“).
19.12.1944:
Ankunft in La Gleize gegen 6:00 Uhr. Dort verbleibt der 204 zur Sicherung auf der Obstwiese „So l'Hesse“ (vgl. Vermutung beim „104“).
24.12.1944.
Vermutetes Datum der Aufgabe.
25.12.1944:
Die 463. Ordnance Evacuation Kompanie der 1. US-Armee rückt in La Gleize ein und entdeckt den noch fahrbereiten 204 auf der Wiese. Dieser wird von Beschussfolgen gesäubert und aufgetankt. Man entscheidet sich dafür, den 204 aus eigener Kraft Richtung Spa (über die Strasse Roanne – Ruy – Spa) zu fahren, um ihn vermutlich nach Amerika zu transportieren. Auf diesem Weg wird er mehrmals im Stand fotografiert (von hinten/Seite), was auf einige ungeplante Stopps hinweist. Letztendlich kommt er bei Huy zum stehen und bleibt mit technischen Problemen (vermutlich Motor überhitzt/defekt) liegen. Dort wird er sehr oft von vorbeiziehenden Soldaten fotografiert. Aufgrund der Straßenbehinderung wird er laut Zeugenaussagen dann einfach in das Tal von der Strasse hinunter geschoben und irgendwann verschrottet. Eigentlich sehr merkwürdig, da der 332 doch auch mit einem Tieflader nach Spa transportiert wurde. Vermutlich gaben sich die Amerikaner mit einem intakten Exemplar zufrieden! Schade für die Nachwelt…
213
Ausfallort:
Letzter Standort:
Kommandant:
SS-Unterscharführer Franz Faustmann
Bewegungsprofil:
16.12.1944 – 18.12.1944:
Marsch über Tondorf, Losheim, Lanzerath, Buchholz, Honsfeld, Büllingen, Moderscheid, Thirimont, Baugnez, Ligneuville, Lodomez, Stavelot.
18.12.1944:
Der 213 wurde zwischenzeitlich von Obersturmführer Wilhelm Dollinger übernommen, dessen 221 technischen Defekt hatte. Gegen 13.00 Uhr Ankunft in La Gleize. Weiterfahrt Richtung Cheneux – Rahier – Habiemont um neue Brücke zu finden. Um 13.30 Uhr Luftangriff auf Kolonne bis ca. 15.30 Uhr. Gegen 16.00 Uhr Weiterfahrt. Spähtrupps finden bis Mitternacht keine panzergängige Brücke. Somit Rückzug auf La Gleize bis zum Morgen des 19.12.1944. Wortmann erkennt 4 Kötis (explizit den 204 mit Möbius) der 2. Kompanie, davon 2 leer getankt und geschleppt (höchstwahrscheinlich 204, 221, 213 und „104“).
19.12.1944:
Ankunft in La Gleize gegen 6:00 Uhr. Dort verbleibt der 213 zur Sicherung auf der Wiese der Ferme Werimont.
22.12.1944:
Als gegen Mittag ca. 15 US-Panzer aus Richtung Roanne kommend entdeckt werden, eröffnen Dollinger (213) und Hantusch (221) das Feuer, welches allerdings ohne Treffer bleibt. Nun werden beide Tiger durch eine Schnellfeuer-Attacke der US-Panzer derart getroffen, dass schließlich beide Tiger aufgegeben werden müssen. Der 213 verliert dabei das erste Drittel seiner Kanone. Dollinger erleidet bei dem Gefecht eine Kopfwunde und rettet sich in den Keller der Ferme Werimont.
Der 213 kann noch heute in La Gleize besichtigt werden.
221
Ausfallort und letzter Standort:
Kommandant:
221 SS-Untersturmführer Georg Hantusch
Bewegungsprofil:
16.12.1944:
Durchfahrt durch Tondorf am Nachmittag, auf dem Weg zur Front.
16.12.1944 – 18.12.1944:
Marsch über Tondorf, Losheim, Lanzerath, Buchholz, Honsfeld, Büllingen, Moderscheid, Thirimont, Baugnez, Ligneuville, Lodomez, Stavelot.
18.12.1944:
Gegen 13.00 Uhr Ankunft in La Gleize. Weiterfahrt Richtung Cheneu – Rahier – Habiemont um neue Brücke zu finden. Um 13.30 Uhr Luftangriff auf Kolonne bis ca. 15.30 Uhr. Gegen 16.00 Uhr Weiterfahrt. Spähtrupps finden bis Mitternacht keine panzergängige Brücke. Somit Rückzug auf La Gleize bis zum Morgen des 19.12.1944. Wortmann erkennt 4 Kötis (explizit den 204 mit Möbius) der 2. Kompanie, davon 2 leer getankt und geschleppt (höchstwahrscheinlich 204, 221, 213 und „104“).
19.12.1944:
Ankunft in La Gleize gegen 6:00 Uhr. Hantusch wird mit seinem 221 zur Sicherung der Strasse nach Coo abgestellt und bezieht Stellung an einer Mühle (Remise auf dem Hof) Richtung Coo (in der Nähe des Viadukts von Coo). Unterstützt wird er von einem Puma, einem Panzer IV (7. Kompanie des Panzer-Regiments 1, SS-Unterscharführer Rolf Erhard) sowie einem „Ofenrohr-Zug“.
20.12.1944:
Erste Vorhut (Spähtrupp) der Taskforce Lovelady greift morgens mit MG-Trupp die Mühle an und wird durch den Puma außer Gefecht gesetzt. Bereits vorher werden 6 durch Erhard bemerkte US-Panzer einfach in Richtung Coo passieren gelassen (aus militärischer Sicht ein schwerwiegender Fehler!). Am Nachmittag kommt aus Richtung Roanne eine US-Kolonne mit 35 Fahrzeugen (darunter ca. 20 Panzer!) talabwärts in Richtung der N33. Erhard möchte in Wittmann-Manier den ersten und den letzten Panzer abschießen. Dann soll Hantusch von rechts zur Mitte hin aufräumen und Erhard von links zur Mitte. Hantusch lehnt diesen Vorschlag mit folgendem Satz ab:
„Bergaufschießen? Ich bin nicht lebensmüde. Ich habe nur 3 cm Panzerung über meinem Kopf!“
Diese haarsträubende Pflichtverletzung ermöglicht es nun der Taskforce Lovelady die für die Panzerspitze Peiper lebensnotwendige N33 zu unterbrechen und ist somit der Anfang vom Ende der gesamten KG Peiper! Eine Versorgung war somit nicht mehr möglich.
21.12.1944:
Hantuschs Tiger wird zusammen mit dem Panzer IV und dem Puma auf die Ferme Werimont zurückgezogen und sichert zusammen mit zwei weiteren Panthern und Dollingers 213 Richtung Coo und Roanne.
22.12.1944:
Als gegen Mittag ca. 15 US-Panzer aus Richtung Roanne kommend entdeckt werden, eröffnen Dollinger (213) und Hantusch (221/211) das Feuer, welches allerdings ohne Treffer bleibt. Nun werden beide Tiger durch eine Schnellfeuer-Attacke der US-Panzer derart getroffen, dass schließlich beide Tiger aufgegeben werden müssen. Der 221 wird so unglücklich getroffen, dass seine elektrische Abfeuerung ausfiel und er dadurch unbrauchbar wird. Hantusch wird durch Absplitterungen am Kopf verwundet und rettet sich in den Keller der Ferme Werimont.
222
Ausfallort und letzter Standort:
Kommandant:
SS-Oberscharführer Kurt Sowa
Bewegungsprofil:
16.12.1944:
Durchfahrt durch Tondorf am Nachmittag, auf dem Weg zur Front. Der 222 ist deutlich auf den Tondorf-Film zu erkennen.
16.12.1944 – 19.12.1944:
Marsch über Tondorf, Losheim, Lanzerath, Buchholz, Honsfeld, Heppenbach, Deidenberg, Kaiserbaracke (ebenfalls auf Film zu erkennen), Ligneuville, Lodomez, Stavelot.
20.12.1944:
Stavelot wird erreicht. Bei einem Angriffsversuch der KG-Sandig wird der 222 vereinnahmt und fährt Richtung Brücke. Dort wird er von einem TD-M10 beschossen und mehrfach durch die rechte Wanne getroffen. Dem Fahrer gelingt es noch den 222 etwas zurückzusetzen (Vorgarten/Hof), jedoch muss dieser aufgegeben werden.
223
Ausfallort und letzter Standort (K22):
Kommandant:
SS-Unterscharführer Walter Müller
Bewegungsprofil:
???
224
Kommandant:
SS-Unterscharführer Grätzer
Bewegungsprofil:
???
304
Kommandant:
???
Bewegungsprofil:
16.12.1944:
Durchfahrt durch Tondorf am Nachmittag, auf dem Weg zur Front.
Weiteres Schicksal unbekannt. Vermutlich im Raum Malmedy aufgegeben.
312
Kommandant:
SS-Oberscharführer Heinrich Ritter
Bewegungsprofil:
16.12.1944:
Durchfahrt durch Tondorf am Nachmittag, auf dem Weg zur Front.
Weiteres Schicksal unbekannt. Vermutlich bei einem späteren Einsatz (30.12.1944) im Raum Bastogne bei Goronne abgeschossen. Tiger wurde zwischenzeitlich mit einer weißen Wintertarnung versehen.
332
Aus dem APG-Farbfilm; unter Berücksichtigung der mangelhaften Filmqualität und Sonnenüberflutung/Belichtung werden jedoch die Farben Blau und Gelb relativ deutlich, da zudem die Beschriftung der O.T.I.T in Gelb ist, die Beschriftung der 463. Ord. Evac dagegen weiß:
Vermuteter Ausfallort aufgrund des Gunsight Bildes im folgendem Bereich:
Kommandant:
SS-Unterscharführer Otto Blase
Bewegungsprofil:
16.12.1944:
Durchfahrt durch Tondorf am Nachmittag, auf dem Weg zur Front.
16.12.1944 – 18.12.1944:
Marsch über Tondorf, Losheim, Lanzerath, Buchholz, Honsfeld, Büllingen, Moderscheid, Thirimont, Baugnez, Ligneuville, Lodomez, Stavelot.
Der weitere Marschweg bzw. die zeitliche Abfolge ist bis heute ungeklärt/unverständlich.
25.12.1944:
Am Morgen des 25.12.1944 fährt der 332 auf der N33 Richtung La Gleize in Höhe von Coo-Biester (zwischen Coo und Trois Ponts), um vermutlich wieder Kontakt zu Peiper herzustellen. Da zu diesem Zeitpunkt weder die Brücke in Stavelot (Sprengung), noch die kleine bei Petit-Spai (diese wäre sowieso zu schwach gewesen!) intakt waren, bleiben eigentlich nur 2 Möglichkeiten, warum der 332 zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort sein konnte:
A) Der 332 war bereits vor dem 20.12.1944 durch Stavelot gekommen (SS-Hauptsturmführer Heinz Birnschein spricht ja davon, dass 2-4 Tiger seiner 3. Kompanie es bis nach La Gleize geschafft hatten) und hatte in den Tagen ab dem 20.12.1944 die Aufgabe, die N33 freizuhalten, bzw. die Verbindung zur Ferme Antoine herzustellen. Somit wäre der 332 von Anfang an bei der Spitze Peiper in La Gleize gewesen.
B) Der 332 hat es in einer Einzelaktion geschafft, die Ambleve (in umgekehrter Richtung zum 132) bei Petit-Spai zu durchwaten und so die Verbindung zu Peiper in La Gleize herzustellen, obwohl der Ausbruchsbefehl zu dieser Zeit bereits bekannt war.
Eine wirkliche Erklärung gibt es aber nicht!
Zur gleichen Zeit kommen aus La Gleize die Spitzen des 740. US-Panzer-Battallions die N33 auf den 332 zugefahren. Der erste Sherman (Sergeant Glenn George) lässt den 332 sofort unter Feuer nehmen. Man hatte jedoch keine Panzergranate verschossen, sondern eine HE-Granate (Phosphor), die den 332 an der rechten oberen Ecke der Frontplatte trifft (siehe Bild des 332 auf Anhänger). Die Besatzung glaubt darauf hin, dass der 332 Feuer gefangen hat und bootet aus. Unter MG-Feuer gelingt ihnen die Flucht. Näheres ist nicht bekannt.
26.12.1944:
Die 463. Ordnance Evacuation Kompanie der 1. US-Armee entdeckt den 332 und lässt Bergegerät heranschaffen. Der 332 ist zu dieser Zeit voll fahrtüchtig, jedoch sind seine Ketten am Boden festgefroren. Daher werden kleine Benzinfeuer an den Ketten entzündet. Dann wird der 332 aus eigener Kraft auf der kleinen Strasse Coo-Biester-Ster nach Stavelot gefahren. Dort wird er auf den Tieflader gezogen und in Richtung Spa (Bahnhof) abtransportiert, was aufgrund vieler geplatzter Reifen des deutlich überladenen Tiefladers bis zum 28.12.1944 dauert. In Spa wird er dann am Bahnhof abgeladen und bleibt bis zum Februar 1945 dort stehen. Dann übernimmt ein O.T.I.T. (Ordnance Technical Inspection Team) den Abtransport über Antwerpen nach Maryland zum Aberdeen Proving Ground (Militärtestgelände), wo er im Sommer 1945 ankommt. Der 332 wird ausgiebig getestet und Ende der 40er ins dortige Museum verbracht. Dort wird die linke Seite des Turms und der Wanne aufgeschnitten. Leider wird der 332 mehrmals überlackiert und die Originalfarben gehen verloren. 1991 wird er dann ins Patton Museum in Fort Knox gebracht, wo er noch heute zu besichtigen ist. Bei dem Königstiger in Munster handelt es sich definitiv nicht um den 332, wie oftmals falsch zu lesen ist, sondern um den 121 aus der Frankreich, was hier im Forum geklärt wurde.
334
Ausfallort und letzter Standort:
Kommandant:
???
Bewegungsprofil:
16.12.1944:
Durchfahrt durch Tondorf am Nachmittag, auf dem Weg zur Front.
16.12.1944 – 18.12.1944:
Marsch über Tondorf, Losheim, Lanzerath, Buchholz, Honsfeld, Büllingen, Moderscheid, Thirimont, Baugnez, Ligneuville, Lodomez, Stavelot.
18.12.1944:
Gegen Mittag/Nachmittag Ankunft in La Gleize (3. Kompanie).
19.12.1944:
SS-Hauptsturmführer Heinz Birnschein lässt den 334 mit 2-3 Panzern IV Richtung Borgoumont “Les Tcheous” aufklären und eine Sicherungsposition einnehmen. Es wird keine Feindberührung gemeldet.
22.12.1944:
Die Taskforce-McGeorge greift mit mehreren Panzern und Infanterie den Vorposten bei „Les Tcheous“ an. Der 334 schießt dabei einen Sherman ab und wird gleichzeitig bewegungsunfähig geschossen, da eine Granate die Rechte Kette und das Treibrad bzw. das Vorgelege durchschlägt. Daher wird der 334 aufgegeben. Bei den Aufräumarbeiten wird der 334 gesprengt, den Abhang hinunter geschoben und später verschrottet. Dank einer Zeugenaussage ist belegt, dass der 334 rote Ziffern mit weißer Umrandung hatte, was u.a. die klare „Schneider-Theorie“ der verschiedenen Ziffernfarben der 501. widerlegt!
Unidentifizierte Tiger II:
Tondorf:
Lanzerath od. Merlscheid:
Hinterhaltstarnung/Henschel Werktarnung/Hardedge Camouflage/Hardline Camouflage/Ambush Scheme/Light and Shadow Pattern:
Was die Farben der Hinterhaltstarnung anbelangt, so gibt es u.a. die Theorie, dass diese bisweilen nicht nur auf der Kombination RAL 6003 (Basis), RAL 7028 (Ausgabe 1944 bzw. RAL 7018 b) und RAL 8017 basiert, sondern auch auf der Kombination mit der Rostschutzgrundierung RAL 8012, anstelle von 8017. Bei allen mir vorliegenden Bildern (s.o.) scheint mir jedoch die Brauntarnung immer extrem dunkel (teilweise fast schwarz wirkend) zu sein und hebt sich somit auch sehr deutlich ab. An Modellen, die beide Ideen umgesetzt haben, lässt sich u.a. sehr schön erkennen, dass der Braunton im Original doch eher dunkler war (je dunkler, desto eher am Original), als die normale RAL 8012 Rostschutzgrundierung. Hier ein paar Bilder zur Verdeutlichung und zum Vergleich mit den o.g. Originalen:
Das Farbspektrum ist ungefähr wie in diesen Farbmustern:
EDIT:
Nach Einzelbilddurchsicht des Clips hat sich herauskristallisiert, dass der Farbfilm ein "optisches Wummern" aufweist und das letztlich zu zwei grundsätzlichen Auslegungen der grünen Farbe kommen lässt. Einmal eine eher minzgrüne Variante und einmal eher mit leichtem Blaustich, jedoch beide jeweils sehr hell. Die erste Version ist aber die wahrscheinlichere von beiden:
1.
2.
1:38 bis 1:43
http://www.youtube.com/watch?v=kGsAEWcL25c&feature=player_embedded#
Es gibt jedoch aufgrund der oben genannten Bilder eine nicht unberechtigte Theorie, wonach das gezeigte Grün (immer, wenn es sehr hell daher kommt) eigentlich eine neue Rostschutzbasis in RAL 6011 "Rasedagrün" (s.u.) ist. D.h. die Wanne und der Turm sind komplett damit grundiert und es wurde in diesen Fällen lediglich noch mit den Farben RAL 7028 (Ausgabe 1944 bzw. RAL 7028 b) und RAL 8017 abgetarnt. Somit wäre die eigentlich dunklere RAL 6003 (vll. wegen Lieferschwierigkeiten/evtl. zum Test/Materialeinsparung) gar nicht zu sehen.
Wenn man sich jedoch z.B. den 204 am Turm genauer anschaut, so ist das Grün dort deutlich dunkler und kräftiger, als auf den eher späten Bildern von oben, was wiederum für das eigentliche RAL 6003 spricht.
Bisher gehe ich also davon aus, dass es wohl beide Mischformen in den Grundfarben RAL 6003 (Basis), RAL 7028 (Ausgabe 1944 bzw. RAL 7028 b) und RAL 8017 bzw. anstatt RAL 6003 RAL 6011 "Rasedagrün" und anstatt RAL 8017 RAL 8012 gab. Die Hinterhaltstpunkte sind ausschließlich in RAL 7028 (Ausgabe 1944 bzw. RAL 7028 b) auf RAL 6003 bzw. RAL 6011 "Rasedagrün" und RAL 8017 sowie RAL 6003 bzw. RAL 6011 "Rasedagrün" auf RAL 7028 (Ausgabe 1944 bzw. RAL 7028 b). Punkte in RAL 8017 bzw. RAL 8012 sind mir auf T2 bisher unbekannt.
Vgl. u.a. auch H.V. 1945, Nr. 52.
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Zuletzt bearbeitet von königstiger332 am 09.01.2010 - 17:48, insgesamt 115-mal bearbeitet |
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